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Giovanni Gentile
Giovanni Gentile ( - 30. Mai 1875 in Castelvetrano, Provinz Trapani, Sizilien, † 1944 in Florenz) war ein italienischer Philosoph, Kulturmanager und Politiker.
Gentile wird im öffentlichen Bewusstsein vor allem Italiens als das intellektuelle Aushängeschild des Faschismus angesehen. Er war Erziehungsminister im ersten Kabinett von Benito Mussolini und hat die nach ihm benannte Schul- und Hochschulreform durchgeführt ("riforma Gentile"). Dem Faschismus hat Gentile bis zu seinem gewaltsamen Tod im Jahr 1944 die Treue gehalten.
Gentile wurde 1875 in Sizilien in kleinbürgerlichen Verhältnissen geboren. Er studierte Philosophie in Palermo und war anschließend Lehrer, bis er im Jahr 1917 einen ersten Lehrstuhl in Pisa erhielt. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts war Gentile gemeinsam mit Benedetto Croce der Vorreiter einer intellektuellen Erneuerung des italienischen Kulturlebens. Sein Denken war geprägt von einer Mischung aus konservativ-bürgerlichem Elitarismus, Nationalismus und radikaler Ablehnung traditioneller Religion. Seine Philosophie, der "Aktualismus", schien anfangs völlig unpolitisch. Es handelt sich um ein Gedankengebäude, das mit einer dem Idealismus Hegels entlehnten Terminologie einer von allen Regeln und Grenzen befreiten Tat den Vorrang vor allem anderen einräumt. Nach Gentiles Vorstellung vereinigen sich sämtliche Erscheinungen, sämtliche Gedanken, jedes Tun ideell in einem "reinen Akt" ("atto puro"), der Ausdruck höchster Sittlichkeit ist. Der vermeintlich unpolitische Charakter seiner Philosophie ändert sich mit Beginn des 1. Weltkriegs. Nation und Staat rücken in den Mittelpunkt seiner Überlegungen und Publikationen. Gentile identifiziert schrittweise den Nationalstaat und später den faschistischen Staat, im Endergebnis den Führer dieses Staates, mit dem "atto puro", der alles weiß und stets sittlich handelt.
Gentile schließt sich 1922 sofort dem Faschismus an und versucht, seine Vorstellungen vom "ethischen Staat" ("Stato etico") in die Praxis umzusetzen. Anfangs hat er großen Erfolg und wird als der wichtigste Intellektuelle des Faschismus gefeiert. Das ändert sich in der zweiten Hälfte der 20er Jahre, als sich der Faschismus zum einen zu einem Massenstaat entwickelt, der nicht zu Gentiles Elitekategorien passt, zum anderen Mussolini sich der katholischen Kirche annähert (Konkordat), was mit Gentiles Vorstellungen von Religion nicht in Einklang zu bringen ist. Gentile bleibt zwar bis in die 40er Jahre hinein ein geradezu diktatorisch ausgestatteter Beherrscher des italienischen Kulturlebens, verbunden mit einer barocken Ämterhäufung. Aber sein intellektueller Einfluss schwindet. 1943, als die Niederlage des Faschismus sich abzeichnet, wird er vom Regime wiederentdeckt; Gentile hält Durchhaltereden im Radio. Ein Jahr später wird er erschossen, wahrscheinlich von kommunistischen Partisanen. Die genauen Umstände des Attentates sind bis heute ungeklärt.
In der philosophischen und historischen Diskussion schon zu Lebzeiten und auch nach dem Tod Gentiles gehen die Einschätzungen weit auseinander. Er wird sowohl als Hegelianer und Idealist als auch als radikaler, amoralischer Aktionist bezeichnet. Kritiker betrachten seine Philosophie als die Philosophie des Faschismus; andere meinen, der Aktualismus könne auch den Kommunismus begründen. Seine Anhänger leugnen seit jeher eine Verbindung zwischen der Philosophie und dem politischen Handeln Gentiles.
Politisch spielt Gentile bis heute eine Rolle: Die "Alleanza Nazionale", Nachfolgepartei des "Movimento sociale italiano" und somit der faschistischen Partei, beruft sich in ihrem Parteiprogramm nach wie vor auf die Ideen Gentiles.
Literatur
- Gentile, G.: Philosophie und Pädagogik. Besorgt von Kurt Gerhard Fischer unter Mitarbeit von Michele Borrelli, Paderborn 1970
- Gentile, G.: Opere filosofiche. Antologia a cura di E. Garin, Garzanti 1991
- 'Der aktuale Idealismus' (Giovanni Gentile, Mohr Siebeck, 1931) ISBN 3168141410
- 'Die Staatsphilosophie Giovanni Gentiles und die Versuche ihrer Verwirklichung im faschistischen Italien' (Sebastian Schattenfroh, Lang, Peter, GmbH, Europäischer Verlag der Wissenschaften, 1999) ISBN 3631343450
Weblinks
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Gentile, Giovanni
1875
- Dezember: Übernahme der Mehrheit der Sueskanal-Aktien durch die britische Krone
- Das Osmanische Reich ist gezwungen den Staatsbankrott anzumelden
- Einweihung des Hermannsdenkmales im Teutoburger Wald nach 37jähriger Bauzeit
- Gabun wird französische Kolonie
- Im Deutschen Reich schließen sich der von Ferdinand Lassalle 1863 gegründete Allgemeine Deutsche Arbeiterverein (ADAV) und die von Wilhelm Liebknecht, August Bebel 1869 gegründete Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) zur Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP), der Vorgängerpartei der 1890 in Sozialdemokratische Partei Deutschlands umbenannten SPD, zusammen
- Matthew Webb durchschwimmt als erster Mensch ohne technische Hilfen den Ärmelkanal
- Die große Duisburger Synagoge wird am 6. März eröffnet
Wissenschaft, Technik
- 20. Mai: Unterzeichnung der Meterkonvention durch 17 Staaten
- John Kerr entdeckt den nach ihm benannten elektrooptischen Effekt
- Alexander Graham Bell führt Versuche zur Verbesserung des Telefons durch
- Richard Caton registriert elektrische Aktivität an der Hirnrinde von Tieren
Kultur
- 3. März: Uraufführung der Oper Carmen von Georges Bizet an der Opéra-Comique in Paris
- 10. März: Uraufführung der Oper Die Königin von Saba von Karl Goldmark an der Hofoper in Wien
- 19. Juli: Uraufführung der Oper La falce (Die Sichel) von Alfredo Catalani in Mailand
- 7. Januar: Thomas Hicks, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger(† 1963)
- 8. Januar: David Griffith, US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Filmproduzent († 1948)
- 10. Januar: Issai Schur, Mathematiker († 1941)
- 11. Januar: Reinhold Glière, russischer Komponist († 1956)
- 14. Januar: Albert Schweitzer, deutscher Arzt, Missionar und Friedensnobelpreisträger († 1965)
- 15. Januar: Thomas Burke, Teilnehmer der ersten Olympischen Sommerspiele 1896 († 1929)
- 25. Januar: Karl August Nerger, Fregattenkapitän und Träger des Ordens Pour-le-Mérite († 1947)
- 2. Februar: Fritz Kreisler, Wiener Violinist und Komponist († 1962)
- 4. Februar: Ludwig Prandtl, deutscher Physiker († 1953)
- 6. Februar: Otto Geßler, deutscher Reichswehrminister († 1955)
- 7. Februar: Walter Courvoisier, schweizer Komponist († 1931)
- 18. Februar: Wilhelm Külz, deutscher Politiker († 1948)
- 20. Februar: Marie Marvingt, französische Pilotin mit abgelegter Flugprüfung († 1963)
- 21. Februar: Jeanne-Louise Calment Ältester Mensch 1997( - 1997)
- 24. Februar: Konstantin Hierl, nationalsozialistischer Politiker und Funktionär († 1955)
- 26. Februar: Hans Böckler, deutscher Politiker und Gewerkschaftsfunktionär († 1951)
- 26. Februar: Alexander Borissowitsch Goldenweiser, russischer Pianist und Komponist († 1961)
- 26. Februar: Erich Koch-Weser, deutscher Politiker († 1944)
- 7. März: Maurice Ravel, französischer Komponist († 1937)
- 8. März: Franco Alfano, italienischer Komponist († 1954)
- 19. März: Gustav Wyneken, deutscher Reformpädagoge († 1964)
- 22. März: Hans Grimm, deutscher Schriftsteller und Publizist († 1959)
- 25. März: Xenia Alexandrowna Romanowa, russische Großfürstin († 1960)
- 26. März: Syngman Rhee, erster südkoreanischer Präsident († 1965)
- 1. April: Edgar Wallace, englischer Krimi-Schriftsteller († 1932)
- 2. April: Walter Percy Chrysler, US-amerikanischer Automobil-Pionier und Begründer des internationalen Automobilunternehmens Chrysler Corporation († 1940)
- 4. April: Pierre Monteux, französisch-amerikanischer Dirigent († 1964)
- 5. April: Blumepeter, Mannheimer Lokallegende († 1940)
- 5. April: Mistinguett, französische Sängerin († 1956)
- 8. April: Albert I. (Belgien), König der Belgier († 1934)
- 9. April: Jacques Futrelle, US-amerikanischer Schriftsteller († 1912)
- 16. April: Erwin Baur, deutscher Arzt, Botaniker, Genetiker und Züchtungsforscher († 1933)
- 18. April: Oskar Ernst Bernhardt, deutscher Gründer der Gralsbewegung († 1941)
- 24. April: Johanna Tesch, deutsche Politikerin († 1945)
- 9. Mai: Friedrich Horn, deutscher evangelischer Theologe
- 11. Mai: Harriet Quimby, US-amerikanische Pilotin († 1912)
- 11. Mai: Louis Weinert-Wilton, deutscher Schriftsteller († 1945)
- 12. Mai: Mathias Kneißl, bekannter bayrischer Räuber
- 30. Mai: Giovanni Gentile, italienischer Philosoph, Kulturmanager und Politiker
- 1. Juni: Carl Severing, deutscher Politiker und Minister († 1952)
- 6. Juni: Thomas Mann, deutscher Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger († 1955)
- 9. Juni: Henry Hallett Dale, britischer Biochemiker († 1968)
- 11. Juni: George Herbert Walker, Bankier († 1953)
- 13. Juni: Paul Neumann, österreichischer Sportschwimmer († 1932)
- 14. Juni: Clemens von Franckenstein, Opernkomponist und Generalintendant in München († 1942)
- 20. Juni: Othenio Abel, österreichischer Paläontologe und Evolutionsbiologe († 1946)
- 22. Juni: Johannes Baader, deutscher Architekt, Schriftsteller, Dadaist und Aktionskünstler († 1955)
- 23. Juni: Norman Pritchard, indischer Leichtathlet, Olympiateilnehmer und Schauspieler († 1929)
- 28. Juni: Henri Léon Lebesgue, französischer Mathematiker († 1941)
- 2. Juli: Fritz Ullmann, deutscher Chemiker
- 3. Juli: Ernst Ferdinand Sauerbruch, deutscher Chirurg. († 1951)
- 3. Juli: Ferdinand Sauerbruch, deutscher Chirurg († 1951)
- 10. Juli: E. C. Bentley, britischer Schriftsteller († 1956)
- 21. Juli: Oskar Moll, deutscher Maler († 1947)
- 25. Juli: Paul Graetz, deutscher Offizier († 1968)
- 26. Juli: Antonio Machado, spanischer Lyriker († 1939)
- 26. Juli: Carl Gustav Jung, Schweizer Psychoanalytiker († 1961)
- 31. Juli: Jacques Villon, französischer Maler des Kubismus († 1963)
- 9. August: Albert Ketèlbey, englischer Komponist und Dirigent († 1959)
- 23. August: William Henry Eccles, britischer Physiker, Radiopionier († 1966)
- 26. August: John Buchan, schottischer Schriftsteller († 1940)
- 1. September: Edgar Rice Burroughs, US-amerikanischer Schriftsteller († 1950)
- 3. September: Ferdinand Porsche, österreichisch-deutscher Autokonstrukteur († 1951)
- 3. September: Wilhelm Scharrelmann, deutscher Lehrer und Schriftsteller († 1950)
- 5. September: Carl Froelich, deutscher Filmpionier und -regisseur († 1953)
- 6. September: Hermann Pistor, deutscher Mathematiker und Physiker († 1951)
- 20. September: Matthias Erzberger, Politiker in der Weimarer Republik († 1921)
- 25. September: Emil Lask, deutscher Philosoph († 1915)
- 27. September: Grazia Deledda, italienische Schriftstellerin († 1936)
- 1. Oktober: Eugeen Van Mieghem, belgischer Künstler († 1930)
- 5. Oktober: Cyril Rootham, englischer Komponist († 1938)
- 12. Oktober: Aleister Crowley englischer Okkultist († 1947)
- 19. Oktober: Theodor Duesterberg, langjähriger Vorsitzender des Stahlhelmbundes († 1949)
- 23. Oktober: Gilbert Newton Lewis, US-amerikanischer Physikochemiker († 1946)
- 24. Oktober: Fanny Starhemberg, österreichische Politikerin († 1943)
- 31. Oktober: Heinrich Thyssen, deutscher Unternehmer, Kunstmäzen († 1947)
- 31. Oktober: Vallabhbhai Patel, indischer Staatsmann († 1950)
- 4. November: Magdalene Pauli, Schriftstellerin († 1970)
- 9. November: Rudolf von Sebottendorf, Gründer der Thule-Gesellschaft († 1945)
- 10. November: Johanna Niese, österreichische Schauspielerin († 1934)
- 14. November: Bruno H. Bürgel, Astronom, Schriftsteller und Publizist († 1948)
- 19. November: Hiram Bingham, Archäologe und Forschungsreisender aus Hawaii († 1956)
- 19. November: Michail Iwanowitsch Kalinin, Wichtiger sowjetischer Politiker, u. a. Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjet (und damit Staatsoberhaupt) († 1946)
- 20. November: Friedrich Werner von der Schulenburg, deutscher Diplomat († 1944)
- 23. November: Anatoli Wassiljewitsch Lunatscharski, russischer Volkskommissar († 1933)
- 27. November: Franz Xaver Schwarz, Reichsschatzmeister der NSDAP († 1947)
- 27. November: Julius Lenhart, österreichischer Turner und Olympiateilnehmer († 1962)
- 3. Dezember: Bernhard Lichtenberg, katholischer Theologe († 1943)
- 4. Dezember: Rainer Maria Rilke, Schriftsteller deutscher Sprache und Lyriker († 1926)
- 12. Dezember: Gerd von Rundstedt, deutscher Generalfeldmarschall im Zweiten Weltkrieg († 1953)
- 14. Dezember: Paul Löbe, deutscher Politiker († 1967)
- 19. Dezember: Mileva Maric, Mathematikerin und die erste Frau Albert Einsteins († 1948)
- 21. Dezember: Thomas Schneider, Automobolist († 1954)
- 24. Dezember: Otto Ender, österreichischer Politiker († 1960)
- 25. Dezember: Theodor Innitzer, Erzbischof der Erzdiözese Wien und Kardinal († 1955)
- 3. Januar: Pierre Larousse, französischer pädagogischer Schriftsteller ( - 1817)
- 5. Januar: Hermann Wilhelm Bödeker, evangelischer Pastor ( - 1799)
- 6. Januar: Friedrich Wilhelm I., letzter Kurfürst und souveräner Landgraf von Hessen-Kassel ( - 1802)
- 10. Januar: Jean Achille Deville, französischer Gelehrter ( - 1789)
- 12. Januar: Tongzhi, chinesischer Kaiser der Qing-Dynastie ( - 1856)
- 20. Januar: Maximilian Werner, badischer Politiker ( - 1815)
- 1. Februar: William Bennett, britischer Komponist und Pianist ( - 1816)
- 2. Februar: Ludwig Droste, deutscher Architekt und Stadtbaumeister ( - 1814)
- 11. Februar: Karl Friedrich von Savigny, preußischer Diplomat und katholischer Politiker ( - 1814)
- 15. Februar: Friedrich von Uechtritz, deutscher Dichter, Historiker und Genealoge ( - 1800)
- 17. Februar: Friedrich Wilhelm August Argelander, deutscher Astronom ( - 1799)
- 22. Februar: Charles Lyell, britischer Geologe ( - 1797)
- 22. Februar: Jean-Baptiste Camille Corot, französischer Landschaftsmaler ( - 1796)
- 7. März: Arthur Helps, englischer Schriftsteller ( - 1813)
- 7. März: John Edward Gray, britischer Zoologe ( - 1800)
- 19. März: Jean Baptiste Vuillaume, französischer Geigenbauer ( - 1798)
- 4. April: Karl Mauch, deutscher Afrikaforscher ( - 1837)
- 7. April: Georg Herwegh, revolutionärer deutscher Dichter des Vormärz ( - 1817)
- 11. April: Samuel Heinrich Schwabe, deutscher Astronom ( - 1789)
- 11. April: Andrew J. Hamilton, 12. Gouverneur von Texas ( - 1815)
- 21. April: Herbert Viktor Anton Pernice, Jurist ( - 1832)
- 30. April: Johann Friedrich Graf von Waldeck, französischer Antiquar, Kartograf ( - 1766)
- 1. Mai: Leonhard Kohl von Kohlenegg, österreichischer Schriftsteller und Schauspieler ( - 1834)
- 4. Mai: Heinrich Georg August Ewald, deutscher Theologe und Orientalist ( - 1803)
- 12. Mai: Heinrich von Hofstätter, von 1839–1875 Bischof von Passau ( - 1805)
- 17. Mai: John Cabell Breckinridge, US-amerikanischer General und Staatsmann ( - 1821)
- 22. Mai: Nuno José Severo de Mendoça Rolim de Moura Barreto, portugiesischer Politiker ( - 1804)
- 3. Juni: Georges Bizet, französischer Komponist ( - 1838)
- 4. Juni: Eduard Mörike, deutscher Lyriker und Erzähler ( - 1804)
- 13. Juni: Heinrich Louis d'Arrest, Astronom in Berlin, Leipzig und Kopenhagen ( - 1822)
- 20. Juni: Peter Karlowitsch von Uslar, russischer Ingenieur, Sprachforscher und Offizier ( - 1816)
- 27. Juni: Antoine-Louis Barye, französischer Bildhauer ( - 1795)
- 28. Juni: Josef Misson, österreichischer Mundartdichter ( - 1803)
- 29. Juni: Ferdinand I., Kaiser von Österreich ( - 1793)
- 9. Juli: Christian Ruben, deutscher Maler ( - 1805)
- 14. Juli: Guillaume-Henri Dufour, schweizer Humanist, General, Politiker, Kartograf und Ingenieur ( - 1787)
- 14. Juli: Henri Dufour, schweizerischer Humanist, General, Politiker, Kartograf und Ingenieur ( - 1787)
- 23. Juli: Isaac Merrit Singer, US-amerikanischer Unternehmer und Erfinder ( - 1811)
- 25. Juli: Joseph-Maurice Exelmans, französischer Admiral ( - 1816)
- 28. Juli: Johann Baptist von Schweitzer, Präsident des ADAV und MdR ( - 1833)
- 31. Juli: Andrew Johnson, US-amerikanischer Politiker, 17. Präsident der USA ( - 1808)
- 4. August: Hans Christian Andersen, dänischer Dichter und Schriftsteller ( - 1805)
- 10. August: Karl Andree, deutscher Geograph und Publizist ( - 1808)
- 17. August: Wilhelm Heinrich Immanuel Bleek, deutscher Sprachwissenschaftler ( - 1827)
- 29. August: Gustave Lannes de Montebello, französischer General ( - 1804)
- 15. September: Guillaume-Benjamin Duchenne, französischer Physiologe ( - 1806)
- 25. September: Tony Franck, deutsche Pianistin ( - 1827)
- 19. Oktober: Charles Wheatstone, britischer Physiker ( - 1802)
- 25. Oktober: Jacques Paul Migne, französischer Priester ( - 1800)
- 29. Oktober: John Gardner Wilkinson, britischer Ägyptologe ( - 1797)
- 19. November: Carl Julius Milde, Zeichenlehrer am Katharineum ( - 1803)
- 21. November: Friedrich Albert Lange, deutscher Philosoph und protestantischer Theologe ( - 1828)
- 24. November: Joseph Othmar Ritter von Rauscher, Erzbischof von Wien ( - 1797)
- 27. November: Richard Christopher Carrington, englischer Astronom ( - 1826)
- 3. Dezember: Ferdinand Adolph Lange, Uhrmacher und Unternehmer ( - 1815)
- 10. Dezember: Franz Toldy, ungarischer Literaturhistoriker ( - 1805)
- 17. Dezember: Theodor von Zwehl, deutscher Staatsminister des Inneren ( - 1800)
- 23. Dezember: Egron Sellif Lundgren, schwedischer Maler und Schriftsteller ( - 1815)
Staatsoberhäupter
Europa
- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (1861–1889)
- Schweiz: Johann Jakob Scherer, Bundespräsident der Schweiz, (1875)
ko:1875년
simple:1875
Sizilien
Sizilien (ital. Sicilia, früher Trinakria) ist die größte Insel im Mittelmeer (ital. Mediterraneo). Sie ist eine autonome Region Italiens und liegt südwestlich vor der „Stiefelspitze“ des italienischen Festlandes. Die Meerenge von etwa 5 km Breite heißt Straße von Messina (ital. Stretto di Messina). Im Mai 1946 erhielt die Insel Autonomiestatus.
Region und große Städte
Sizilien hat eine Fläche von 25.709 km² und 5,1 Millionen Einwohner, womit es etwas dichter besiedelt ist als der Schnitt Italiens. Ab etwa 750 v. Chr. als Teil „Großgriechenlands“ von der Kultur griechischer Siedler geprägt, hatte es auch längere Perioden unter der Herrschaft von Rom, der Goten, von Byzanz, der Araber, der Normannen, der Bourbonen und Spanier. Erst 1860 kam es zur Vereinigung Italiens, die mit Garibaldis Invasion in Sizilien begann.
Die Insel bildet nun mit den ihr vorgelagerten kleineren Inseln die Region Sizilien, deren Hauptstadt Palermo (686.722 Ew.) ist. Weitere wichtige Städte sind Catania (313.110 Ew.), Messina (252.026 Ew.), Syrakus (123.657 Ew.), Gela (72.774 Ew.), Trapani (68.346 Ew.), Caltanissetta (61.438 Ew.), Agrigento (54.619 Ew.), Ragusa (68.956 Ew.), Marsala (50.000 Ew.) und Enna (28.983 Ew.).
Die Insel gliedert sich in die neun Provinzen Agrigento, Caltanissetta, Catania, Enna, Messina, Palermo, Ragusa, Siracusa und Trapani.
Geografie
Vor der Nordküste liegen die äolischen oder liparischen Inseln (Isole Eolie) Lipari, Salina, Vulcano, Stromboli, Panarea, Filicudi und Alicudi, im Nordwesten die Insel Ustica. Die Westspitze wird von den ägadischen Inseln (Isole Egadi) Favignana, Marettimo und Levanzo gesäumt, während sich zwischen der Südküste und der Tunesischen Küste Pantelleria und die pelagischen Inseln (Isole Pelagie) mit Lampedusa, Lampione und Linosa befinden.
Linosa
Der höchste Berg Siziliens ist der Ätna (3.323 m), der größte und aktivste Vulkan Europas. Ein weiterer aktiver Vulkan ist Stromboli auf der gleichnamigen Insel nördlich von Messina.
Klima
Sizilien hat ein mediterranes Klima, mit warmem Frühling und Herbst, heißem Sommer und mildem Winter. Es gibt regional starke Schwankungen. Von Juni bis September regnet es sehr selten. Der November ist der regenreichste Monat. Die Temperaturen sind milder als im Landesinneren. Im Januar beträgt die mittelere Temperatur 11 °C, im Juli sind es 27 °C. Im Sommer kann es durch Winde (Scirocco) aus dem Süden zu Temperaturen bis zu 40 °C kommen. Trotz der Wärme gibt es auf Sizilien Wintersportgebiete zum Beispiel am Ätna.
Bevölkerung
Die Bevölkerungsmehrheit Siziliens spricht die sizilianische Variante des Italienischen, welche oft auch als eigene Sprache angesehen wird. Die Mehrheit der Bevölkerung gehört der römisch-katholischen Kirche an. Etwa zwei Millionen Sizilianer leben im Ausland.
Daneben gibt es einige Orte mit albanisch-stämmiger Bevölkerung, die sich Arbëresh nennt.
Wirtschaft, Verkehr
Landwirtschaft (Weizen, Mais, Oliven, Wein, Südfrüchte), industrielle Produkte, Autoindustrie, Tourismus.
Haupterwerbsquelle der Sizilianer ist die Landwirtschaft. Im hügeligen, wasserarmen Landesinneren wird diese extensiv in Form von Weidewirtschaft, Weizen- und Bohnenanbau betrieben.
An der Küste können durch die dort besser gewährleistete Bewässerung Zitrusfrüchte, Weinreben, Mandeln, Oliven und sogar Baumwolle angebaut werden, so dass die Herstellung von Wein und Olivenöl ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig Siziliens ist.
Die von Sizilien aus betriebene Küsten- und Hochseefischerei, die es besonders auf Thunfisch und Sardellen abgesehen hat, macht ein Viertel der gesamten italienischen Fischerei aus.
Daneben sind auch die Förderung von Stein- und Kalisalzen sowie von Marmor in Sizilien verbreitet. Der einst wichtige Schwefelbergbau (zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Insel so gut wie Weltmonopolist) ist in den 1980er Jahren vollständig zum Stillstand gekommen.
Neben diesen Zweigen des primären Wirtschaftssektors gibt es aber auch petrochemische Industrien im Osten der Inseln, in der Nähe von Catania, Syrakus, Ragusa und Gela.
Sizilien ist derzeit mit dem Festland über Fähren verbunden. Nach jahrzehntelanger Diskussion soll Il Ponte sullo stretto (die Brücke über die Meerenge) mit 3300 m Länge die bis dahin längste Hängebrücke der Welt werden. Ausgelegt ist sie für 140.000 Fahrzeuge auf sechs Fahrstreifen und 200 Züge auf zwei Gleisen pro Tag. Das Projekt ist wegen Erdbebengefahr, Einflussnahme der Mafia und Einwirkungen auf die Umwelt umstritten.
Strukturprobleme
Hohe Arbeitslosigkeit, Korruption, mangelnde Verkehrsinfrastrukur, Umweltschäden, Wasserknappheit, international tätiges Verbrechertum (Mafia, Cosa Nostra).
Geschichte
Cosa Nostra
Cosa Nostra
GRIECHEN UND KARTHAGER AUF SIZILIEN
Ab 735 v. Chr.: Die Ureinwohner hießen Sikaner und Sikuler und wanderten über die südliche Spitze Italiens nach Sizilien ein. Sie wurden durch Phöniker, Karthager und Griechen verdrängt. Letztere gründeten dort 735 v. Chr die erste Siedlung, Naxos. Weitere bedeutende, griechische Zentren waren Akragas, das heutige Agrigento, und Gela. Im Tal der Tempel in der Nähe von Agrigento sind zahlreiche griechische Bauwerke aus der Antike erhalten geblieben.
536 v. Chr. betraten die Karthager zum ersten mal die Insel. Karthago ist eine 814 v. Chr. von den Phöniziern gegründete Stadt, die im heutigen Tunesien lag. Die Karthager erbauten im Westen Siziliens die Städte Panormus (welches das heutige Palermo ist) Solois und Motya. Zwischen den Karthagern und den Griechen kam es zu zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen, um die Vorherrschaft auf der Insel.
SIZILIEN ALS RÖMISCHE PROVINZ
Ab 241 v. Chr.: Sizilien wird während des 1. Punischen Krieges zur römischen Provinz. Der Erste Punische Krieg war der erste der drei großen Kriege zwischen Karthago und dem Römischen Reich. Nur das griechische Territorium im Osten der Insel wird nicht von Rom eingenommen, dieses wird erst 212 v. Chr. nach dem 1. Makedonischen Krieg zwischen Rom und Makedonien mit der Einnahme des griechisch beherrschten Syrakus römisch. Sizilien ist die erste römische Provinz und wir zum Haupt-Kornlieferanten des römischen Reiches.
Die beiden Sklavenkriege (136-132 v. Chr. und 104-101 v. Chr.) gehören zu den wichtigsten Geschichtsereignissen in Sizilien während, der Herrschaft der Römer. Um sich von der Knechtschaft zu befreien erhoben sich die Sklaven gegen Ihre Herren und in beiden Kriegen erlangten Sie die Kontrolle über die Insel. Schließlich gewann jedoch Rom das Territorium zurück und nach dem ersten Sklavenaufstand wurden 2000 Sklaven gekreuzigt
VANDALEN UND GOTEN AUF SIZILIEN
Ab 440: In der Zeit der Völkerwanderung, ziehen germanische Völker durch ganz Europa. Eines dieser Volker sind die Vandalen, welche unter König Geiserich von Südspanien aus nach Nordafrika vordringen und die dortigen römischen Provinzen erobern. Auch Sizilien wird eingenommen. Später wurde die Insel an den Führer der Ostgoten, Theoderich, übergeben.
DIE EROBERUNG SIZILIENS DURCH BYZANZ
Ab 535: Eroberung der Insel durch Byzanz. Das Byzantinische Reich ist der östliche Teil des römischen Reiches, auch Ostrom genannt. Dieser verblieb nach dem durch die Völkerwanderung ausgelösten Falls des westlichen Teils, weiterhin erhalten. Unter der byzantischen Herrschaft wurde Sizilien zu einem zentralen Handelsplatz, auf dem besonders die Küstenstädte florierten.
ARABISCHE VORHERRSCHAFT AUF SIZILIEN
Ab 827: Schon in der Mitte des 8. Jh. leidet Sizilien wiederholt unter Plünderungen der Araber. Eine militärische Schwächeperiode von Byzanz in den Jahren von 821-823 begünstigt dann eine allgemeine arabische Eroberungswelle, welche auch Sizilien erfasst. Nach der dortigen Landung 827 fällt der westliche Teil rasch in arabische Hände. Den Byzantinern verblieb im äußersten Nordosten Siziliens das Festungsdreieck Taormina-Rometta-Demanna. Alle Versuche Sizilien zurückzuerobern scheiterten. Nach und nach fielen auch die letzten byzantischen Festungen in die Hände der Araber.
Als autonome provinz wurde das arabische Sizilien von Palermo aus regiert und erlebt eine Zeit hoher kultureller Blüte. Vom arabischen Spanien bis Ägypten kommen die Händler, um auf Sizilien ihre Waren zu verkaufen, die Rolle des zentralen Umschlagplatzes ist für die Insel sehr profitabel. Die muslimische Herrschaft dauert an bis zur normannischen Eroberung im späten 11. Jahrhundert. Im Jahre 1091 fällt mit der Stadt Noto der letzte muslimische Stützpunkt auf Sizilien.
DIE NORMANNEN UND DAS KÖNIGREICH SIZILIEN
Ab 1091: Die Normannen waren Germanen, deren Vorfahren über Dänemark nach Schweden und Norwegen kamen. Das Wort Normanne kann übersetzt werden mit Männer des Nordens. Um das Jahr 1000 kamen normannische Pilger auf der Heimreise von Jerusalem in die Normandie durch Süditalien. Dort halfen Sie der Bevölkerung sich gegen die Sarazenen zu wehren und erhielten das Angebot sich dort niederzulassen. Später erhielten Sie als Belohnung für Ihre Dienste eine Grafschaft und immer mehr Normannen kamen nach Süditalien. Sie eroberten Sizilien, welches unter muslimischer Herrschaft stand und vereinigen es unter Roger II mit Unteritalien zu dem Königreich beider Sizilien (Sizilien und das Königreich Neapel). Es folgt eine Reihe normannischer Könige, die mit König Willhelm dem II endet. Er war der letzte der normannischen Könige auf Sizilien und er verstarb ohne leiblichen Erben. Damit endete die normannische Dynastie und es begann die Dynastie der Staufer.
Staufer
DIE DYNASTIE DER STAUFER
Ab 1194: Da Willhelm der II keinen leiblichen Erben besaß, hatte vor seinem Tod Vorkehrungen zur Sicherung der Nachfolge getroffen. Er hatte Konstanze, Tochter König Rogers II. mit Heinrich dem VI., dem Sohn und Erben Friedrich Barbarsossas aus dem Geschlecht der Staufer verheiratet.
Die Familie der Staufer war ein mächtiges Kaisergeschlecht, dass aus Schwaben stammte und im 12/13. Jh. in Europa herrschte. Barbarossa war Römischer Kaiser, König der Deutschen und König von Italien, sowie König von Burgund, Herzog von Schwaben und Herzog von Franken.
Diese Regelung der sizilianischen Thronfolge erregte das Missfallen des Papstes, welcher den Kaiser aus Süditalien fernhalten wollte, um selbst Ansprüche geltend zu machen. Und auch ein Teil des sizilianischen Adels bekämpfte diese Vorgehensweise. Es kam zu einem Krieg um Sizilien, der von Kaiser Heinrich dem VI gewonnen wurde. Nach dem Tod Heinrichs VI und Konstanzes, seiner Frau, war ihr gemeinsamer Sohn Friedrich II noch minderjährig und Papst Innozenz III. übernahm die Regentschaft Siziliens, worauf es zu einer Zeit der Anarchie kam. Diese endete nachdem Friedrich II die Herrschaft übernahm und unter seiner Regierung spielte Sizilien eine wichtige Rolle in der Politik der 1. Hälfte es 13 Jh. Friedrich II stirbt im Jahre 1250 und hinterläßt seinem Sohn Konrad das Königreich.
Die Herrschaft der Staufer auf Sizilien fand ihr Ende als der Papst mit dem Grafen der Provence, Karl von Anjou ein Abkommen schließt. In dem darauf folgenden Krieg im Jahre 1266 nimmt Graf Anjou das Königreich Sizilien in Besitz.
DIE HERRSCHAFT VON ANJOU UND ARAGON
Ab 1266: Mit Unterstützung des Papstes übernimmt Karl I., Graf von Anjou und Bruder des französischen Königs Ludwig IX., die Kontrolle über das Königreich beider Sizilien.
Ab 1282: Im Jahre 1282 kommt es zur Revolte: Die Bürger Palermos erheben sich gegen die Unterdrückerherrschaft. Der Aufstand geht unter dem Namen Sizilianische Vesper in die Geschichte ein. Durch diese Revolte wird das Dynastengeschlecht Anjou aus Sizilien vertrieben, ihm verbleibt jedoch das Königreich Neapel.
Peter III, König von Aragon, der durch eine Heirat mit dem Hause Hohenstaufen verwandt war und an dessen Hof der sizilianische Adel, nach der Machtübernahme durch den Graf von Anjou, Zuflucht gesucht hatte, wird zum König von Sizilien gekrönt. Die begonnene Herrschaft Aragons setzt sich, nach einigen Auseinandersetzungen mit Anjou, auf Dauer durch.
Im Jahre 1504 ernennt sich der König von Sizilien auch zum König von Neapel, Spanien übt darauf für Jahrhunderte die Oberherrschaft über Sizilien aus. Es kommt in den Jahre 1647 und 1674 zu Antispanischen Erhebungen. (1647 in Palermo und 1674 in Messina).
1713 wird Sizilien wieder von Neapel getrennt und gerät aufgrund des Spanischen Erbfolgekrieges an Savoyen, welches nach nur sieben Jahren das Gebiet im Tausch gegen Sardinien an Österreich abtritt. 1735 geht nach einem Eroberungsfeldzug Sizilien erneut an Spanien zurück. Die Existenz des Königreichs Sizilien endet als der italienische Freischarenführer Giuseppe Garibaldi mit dem Zug Der Tausend (Spedizione dei Mille) auf Sizilien landet und es erobert. Sizilien wird darauf Bestandteil des neu errichteten Königreiches Italien.
VEREINIGUNG MIT ITALIEN
Ab 1861: Nach der Einnahme Siziliens durch den italienischen Freischarenführer Garibaldi wurde das Königreich Sizilien mit dem neuen Königreich Italien vereinigt. Allerdings hatte die Regierung im Norden nur wenig Verständnis für den Süden. Durch den Versuch die Macht im Norden zu zentralisieren und aufgrund hoher Steuerlasten für den Süden, kam es immer wieder zu Spannungen, welche 1866 zu einem Aufstand in Palermo führten. Der aufstand wurde niedergeschlagen. Die Beziehungen zwischen Nord und Süd waren von tiefem Misstrauen geprägt. 1915 tritt Italien in den Ersten Weltkrieg ein, wo es im sogenannten Dreibund an der Seite von Deutschland und Österreich-Ungarn steht.
ITALIEN UNTER MUSSOLINI
Ab 1922: Mussolini übernimmt die Macht in Italien und führt ein faschistisches Regime an. Im Zweiten Weltkrieg kämpft Italien zusammen mit dem nationalsozialistischen Deutschland gegen die Alliierten. Durch die Einnahme Siziliens in nur 38 Tagen durch die Amerikaner, kommt es zum Sturz Mussolinis und der Kapitulation der italienischen Regierung.
NACH DEM ZWEITEN WELTKRIEG
Ab 1946: Sizilien wird zu einer autonomen Region Italiens mit umfassenden Selbstverwaltungsrechten. Da die Arbeitsplätze knapp sind, findet eine starke Abwanderung nach Norditalien statt.
1982: Die Ermordung des Präfekten von Palermo, C.A. Dalla Chiesa, offenbart die Schwäche der Regierung gegenüber der Mafia, welche die ganze Insel mit Terror gegen die Staatsgewalt überzieht.
1986: Mammutprozess gegen das Verbrechersyndikat Cosa Nostra in Palermo.
1992 und folgende Jahre: Die Mafia setzt ihre Attentate auf Politiker, Richter und andere Träger der Staatsgewalt fort.
Musik
Musik ist ein wichtiger Bestandteil der sizilianischen Kultur, das Volk liebt und lebt fröhlichen Klänge die einem das Leben leichter machen. Viele Hausfrauen oder Feldarbeiter singen während der Arbeit um sich von den mühseligen Aufgaben des Lebens abzulenken. Die Tarantella ist eine der wichtigsten traditionellen Tänze auf Sizilien und die dazugehörige Musik kann in vielen verschiedenen Varianten gespielt werden. Es gibt Versionen im 3/8 und 6/8 Takt die feurig sowie gediegener gespielt werden können. Die Tarantella gehört zur Folklore bzw. Volksmusik und wird auf traditionellen Festen gerne gespielt und getanzt.
Sizilianische Mafia
- Cosa Nostra
- Stidda
Literatur
- M.I. Finley, D. Mack Smith, Ch. Duggan: Geschichte Siziliens und der Sizilianer, Verlag C.H. Beck, München 1998. Gutes Überblickswerk von der Antike bis in die Moderne. Dort auch Angaben zu weiterführender Literatur.
- Ralf Nestmeyer: "Sizilien. Ein literarisches Landschaftsbild." Insel Verlag, Frankfurt am Main 2000. ISBN 3-458-34337-7
Berühmte Sizilianer
- Empedokles (ca. 490 v. Chr. - ca. 430 v. Chr.),
- Gorgias (ca. 480 v. Chr. - 380 v. Chr.),
- Diodorus Siculus (1. Jahrhundert v. Chr.),
- Archimedes (ca. 287 v. Chr. - 212 v. Chr.),
- Friedrich II. (1194 - 1250),
- Alessandro Scarlatti (1660 - 1725),
- Giovanni Meli (1740 - 1815),
- Vincenzo Bellini (1801 - 1835),
- Francesco Crispi (1819 - 1901),
- Giovanni Verga (1840 - 1922),
- Luigi Pirandello (1867 - 1936),
- Nino Martoglio (1870 - 1921-),
- Giuseppe Tomasi di Lampedusa (1896 - 1957),
- Lucky Luciano (1896 - 1962),
- Salvatore Pappalardo (1918 -),
- Leonardo Sciascia (1921 - 1989),
- Salvatore Giuliano (1922- 1950),
- Andrea Camilleri (1925 -),
- Salvatore Riina (1930 -),
- Salvatore Maranzano (1931 -),
- Joe Masseria (1931 -),
- Bernardo Provenzano (1933 -),
- Giovanni Falcone (1939 - 1992),
- Paolo Borsellino (1940 - 1992),
- Sammy Gravano (1945 -),
- Leoluca Orlando (1947 -),
- Giuseppe Impastato (1948 - 1978),
- Giuseppe Tornatore (1956 -),
- Salvatore Schillaci (1964 -),
- Maria Grazia Cucinotta (1969 -),
- Carmen Consoli (1974 -)
Film
In manchen Filmen wie etwa Der Pate (1969), Der Pate 2 (1974) sowie Der Pate 3 (1990), war Sizilien ein vielgedrehter, markanter Drehort.
- Stromboli (Film), 1949
- Der Leopard (Film), 1963
- Der Sizilianer (Film), 1987
- Cinema Paradiso, 1989, Oscar für den besten fremdsprachigen Film
- Die Legende vom Ozeanpianisten, 1998
- Der Zauber von Malèna, 2000
- I cento passi, 2000
Siehe auch
- Liste der Herrscher von Sizilien
Weblinks
- [http://www.italien-inseln.de/ Alle 390 Gemeinden Siziliens]
- [http://www.sicilian.net/lexikon/ Sizilianisches Lexikon]
- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/bild/werk/meyers/band/14/seite/1002a/meyers_b14_s1002a.html Karte Siziliens von 1889] in Meyers Konversationslexikon
- [http://gutenberg.spiegel.de/goethe/italien/ital181.htm Auszüge aus Goethes "Italienischer Reise“ zu einem Besuch auf Sizilien]
- [http://www.kunstundreisen.de/reisen/sizilien/allgemein/body_allgemein_01.html Informationen, Eindrücke, Fotos und Links über Städte, Kunst, Kultur auf Sizilien.]
Kategorie:Insel (Italien)
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Florenz
Florenz (italienisch Firenze) ist eine mittelitalienische Stadt am Fluss Arno mit 382.000 Einwohnern. Sie ist Hauptstadt der Toskana und der Provinz Florenz. Wegen seiner kulturellen Bedeutung – insbesondere für die Kunst – wird Florenz als das "italienische Athen" bezeichnet.
Kunst
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte von Florenz
Auf den Hügeln am Fluss Arno hatte sich bereits im achten Jahrhundert v. Chr. das antike Volk der Etrusker angesiedelt. Die Römer gaben der Neugründung einer kleinen Siedlung im ersten Jahrhundert v. Chr. den Namen Florentia (die Blumige). Schnell entstand eine richtige Stadt mit einem Forum, Thermalbädern und einem Amphitheater.
Mit dem Untergang des Römischen Reichs wurde die Stadt während der Völkerwanderungen fast vollständig zerstört. Erst mit Aufkommen des Feudalismus expandierte die Stadt im 12. Jahrhundert und wurde autonom. Die Bürger gewannen an Macht, und es kam zu erbitterten Streitereien zwischen den kaisertreuen Ghibellinen und den später siegreichen Anhängern des Papstes, den Guelfen.
Guelfen
Im 14. und 15. Jahrhundert (Neuzeit) blühte die Stadt auf und setzte die Maßstäbe in der europäischen Kunst und Kultur. Viele Künstler und Gelehrte siedelten sich an (z.B. Donatello, Botticelli; später Michelangelo, Machiavelli, Leonardo da Vinci, Galileo Galilei). Es entwickelte sich die kulturgeschichtliche Epoche der Renaissance.
Florenz wurde gleichzeitig Handels- und Finanzzentrum. Die reiche Familie der Medici stieg im 15./16. Jahrhundert zu einer Großmacht auf. Sie förderten weiterhin die Künste und Wissenschaft und regierten die Stadt. Doch die kulturelle Bedeutung von Florenz schwand im 17. Jahrhundert.
Erst im 19. Jahrhundert beginnt ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung. Florenz wird das Ziel von Bildungsreisen und Teil Italiens. Florenz war zwischen 1865 und 1871 die Hauptstadt Italiens.
Kirchen
Bildungsreisen
- Romanisch: Baptisterium San Giovanni (11./12. Jahrhundert), San Miniato al Monte (11. Jahrhundert)
- Romanisch-gotisch: Dom Santa Maria del Fiore (12.–14. Jahrhundert), Orsanmichele (1337)
- Gotisch: Santa Maria Novella, Santa Croce (mit Grabmälern von Dante, Michelangelo, Galileo Galilei, Machiavelli u.a.), Basilica di San Lorenzo (390 gegründet, 1425 von Brunelleschi umgebaut) und die Medici-Kapelle, beides mit den Grabmälern der Medici)
Medici
Medici
Medici
Medici
Paläste
Mittelalter
- Bargello (Palazzo del Podestà)
- Palazzo Davanzati
- Palazzo Vecchio
Renaissance
- Uffizien
- Palazzo Medici Riccardi
- Palazzo Pitti
- Palazzo Rucellai
- Palazzo Strozzi
Weitere Sehenswürdigkeiten
- Biblioteca Medicea Laurenziana nach Plänen von Michelangelo
- Florentiner Dom
- Giotto's Campanile
- Baptisterium San Giovanni mit Paradiespforte
- Ponte Vecchio
- Universität (1321)
- Accademia dell' Arte del Disegno
- Uffizien
- Palazzo Pitti und Boboli-Garten, dahinter der Belvedere mit seinem Blick über die Stadt
- Nationalmuseum im Bargello
- Archäologisches Museum
- Nationalbibliothek
- Institut und Museum für Wissenschaftsgeschichte
- Santa Maria Maddalena dei Pazzi
- San Marco
- San Miniato al Monte
Wirtschaft
- Fremdenverkehr
- Kunstgewerbe (Schmuck-, Leder- und Strohverarbeitung)
Kulinarisch ist Florenz auch für die Produktion von Cantuccini bekannt.
Sport
Florenz beheimatet den bekannte Serie A-Verein AC Fiorentina.
Berühmte Florentiner
- Girolamo_Savonarola († 1498), Dominikanerprior, Bußprediger
Söhne und Töchter der Stadt
Viele Päpste, Schauspieler, Schriftsteller wurden in Florenz geboren, siehe Söhne und Töchter von Florenz.
Galerie
Bild:Florence_Dome.JPG|Innenansicht der Kuppel des Florenzer Doms
Bild:Paradies_tuer_florenz.jpg|Die Paradiestür des Battisterio San Giovanni
Bild:Palazzo_pitti.jpg|Gartenfassade des Palazzo Pitti
Bild:Raub_der_sabinerin.jpg|Raub der Sabinerin in der Loggia dei Lanzi
Bild:Piazza_della_republica.jpg|Piazza della Repubblica, vom Cafe des Kaufhauses 'La Rinascente' aus gesehen
Bild:Ponte_vecchio_arno_piazzale_michelangelo.jpg|Ponte Vecchio – Richtung San Miniato
Bild:Dom_front.jpg|Dom
Bild:Loggia_dei_lanzi2.jpg|Loggia dei Lanzi
Weblinks
- [http://www.aboutflorence.com/florenz Reiseführer Über Florenz: Informationen über die Stadt Florenz] (Deutsch/English/Italian)
- [http://www.compart-multimedia.com/virtuale/us/florence/florence_italy.htm Florence: Virtual travel in the city of Renaissance] (English/Italian)
- [http://www.comune.firenze.it/ Offizielle Site der Stadt (ital., engl.)]
- [http://www.oxp.de/Album/69_6 Foto-Galerie]
- [http://www.doroundjuergen.de/Florenz/palazzi.htm Private Website mit Fotos von Renaissance-Palästen]
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Benito MussoliniBenito Amilcare Andrea Mussolini ( - 29. Juli 1883 in Dovia di Predappio in der Emilia-Romagna; † 28. April 1945 in Giulino di Mezzegra am Comer See, erschossen) war von 1922 bis 1943 faschistischer Diktator Italiens. Mussolini war während der gesamten Zeit Ministerpräsident und Capo del Governo, außerdem zeitweise u.a. auch Außen- und Innenminister. Als Führer der faschistischen Bewegung bzw. des faschistischen Regimes führte er den Titel Duce del Fascismo.
Leben
Italien
Italien
Mussolinis Vater war ein politisch linksgerichteter Demagoge in der italienischen Romagna, der seinem Sohn bewusst den Vornamen des mexikanischen Revolutionärs Benito Juarez gab. Entsprechend entwickelte sich Mussolini, von Beruf Volksschullehrer. Zunächst engagierte er sich ab 1901 beim sozialistischen Partito Socialista Italiano (PSI) und stieg dort bis 1912 in das Exekutiv-Komitee auf. Er wurde Chefredakteur der linksgerichteten Tageszeitung "Avanti". Wegen Desertion, Aufrufen zu Generalstreiks (z.B. gegen den italienischen Einmarsch in Libyen 1911) und ähnlichen Aktionen verbüßte Mussolini mehrere kurze Haftstrafen.
Obwohl Mussolini 1914 das Anti-Kriegsmanifest der PSI unterzeichnete, gründete er kurz darauf die Fasci d'Azione Rivoluzionaria (FAR - Bünde der revolutionären Aktion), die für den Kriegseintritt Italiens eintrat. Daraufhin wurde Mussolini aus der PSI ausgeschlossen.
Nach dem Ersten Weltkrieg, aus dem er schwer verwundet zurückkehrte, beteiligte sich Mussolini im März 1919 in Mailand an der Gründung der Fasci di Combattimento ("Kampfbünde" - Squadristen), die eine autoritäre Ordnung und die Revision der Versailler Verträge zugunsten Italiens forderten. Die "Squadren", die paramilitärischen Verbände der "Fasci", übten unter Mussolinis Oberbefehl jahrelang Terror gegen Gewerkschafter, linke Parteien und unliebsame Politiker in Nord- und Mittelitalien aus.
Zwei Jahre später zogen die Faschisten unter Mussolinis Führung mit 34 Abgeordneten in das italienische Parlament ein. Mussolini wandelte die Fasci im November 1921 in die Nationale Faschistische Partei (PNF) um.
TerrorWährend einer sich zuspitzenden innenpolitischen Krise ging Mussolini mit faschistischen Milizen, den Squadristen, in Straßenkämpfen, vor allem aber in sogenannten "Strafexpeditionen" in ländlichen Gebieten und mit Fabrikbesetzungen, gegen die Gewerkschaften, die Sozialisten und die gemäßigten Parteien vor. Die Squadren finanzierten sich u.a. durch Werksschutz-Aufträge der Industrie. Der italienische Staat ließ aus Furcht vor einer proletarischen Revolution nach russischem Vorbild die mehrheitlich aus mittelständischen Verhältnissen stammenden, aber auch aus vielen Studenten und ehemaligen Soldaten bestehenden Fasci gewähren. Die Mitgliederzahlen der Fasci stiegen von 20.000 im Jahr 1920 auf nahezu 200.000 im Jahr 1921. Aufgrund der Unruhen traten in kurzer Folge mehrere Regierungen zurück.
Daraufhin organisierte Mussolini 1922 mit 26.000 Faschisten einen Sternmarsch (später aus Propagandagründen "Marcia su Roma" - Marsch auf Rom genannt, so auch der Titel des Tagebuches von Italo Balbo) der am 28. Oktober nach zwei Tagen vor der Hauptstadt eintraf. Mussolini selbst reiste später im Schlafwagen von Mailand aus an. Wohl aus Angst um seinen Thron weigerte sich König Viktor Emanuel III., den Belagerungszustand auszurufen, und ernannte Mussolini zum Ministerpräsidenten.
1924 wurde der sozialistische Oppositionspolitiker Matteotti erschossen. Indizien deuten darauf hin, dass Mussolini wahrscheinlich selbst den Auftrag für diesen Mord gegeben hat. In der Folge zogen die Oppositionsparteien, deren Einfluss bereits im Juli 1923 durch ein neues Wahlgesetz eingeschränkt wurde, demonstrativ aus dem Parlament aus. Mussolini nutzt die Matteotti-Krise, um die Vorherrschaft des PNF weiter auszubauen. Am 3. Januar 1925 erklärte er in einer Parlamentsrede seine politische Verantwortung für das Attentat. Im Allgemeinen wird mit diesem Datum der eigentliche Beginn der faschistischen Diktatur verbunden. 1926 wurden Oppositionsparteien verboten, zu den Wahlen 1928 traten nur noch vom PNF zugelassene Kandidaten an. Spezielle Gesetze schafften den institutionellen Rahmen, unter anderem den Gran Consiglio del Fascismo (den Faschistischen Großrat), der als gemischtes Partei- und Staatsorgan fungierte. Damit war die Umstrukturierung des italienischen Staates zu einer Diktatur abgeschlossen.
Diktatur
1936 verkündete Mussolini die "Achse Rom-Berlin" und gab damit einen Bündnisvertrag mit Adolf Hitler bekannt. 1937 trat Italien aus dem Völkerbund aus und dem Antikomintern-Pakt zwischen dem Deutschen Reich und Japan bei. 1938 führte Italien antisemitische Rassengesetze ein, allerdings wohl nicht auf Anregung oder gar Druck des nationalsozialistischen Deutschen Reiches, sondern aus eigenem Antrieb zur Radikalisierung der totalitären Diktatur.
Im April 1939 besetzte Mussolini Albanien, was die Fähigkeiten seiner schlecht ausgebildeten und ausgerüsteten Streitkräfte bereits auf das Äußerste strapazierte. Als die Deutschen durch ihren Einmarsch in Polen den Zweiten Weltkrieg begannen, verhielt sich Mussolini zunächst abwartend. Erst 1940, als deutsche Truppen die Kanalküste erreichten und ihm der Sieg sicher erschien, erklärte er England und Frankreich den Krieg - allerdings blieb der italienische Vormarsch trotz mehrfacher zahlenmäßiger Überlegenheit gegenüber der dortigen französischen Streitmacht bereits in den Alpen stecken. Sein Einmarsch in Griechenland im Oktober desselben Jahres scheiterte kläglich an dilettantischer Planung, maßloser Selbstüberschätzung und dem entschlossenen Widerstand der Griechen. Die Briten intervenierten und leisteten Luftunterstützung, mit deren Hilfe der griechische General Papagos die Invasoren zurrückschlug. Tausende italienische Soldaten gerieten in Gefangenschaft. Die Italiener wurden immer weiter nach Albanien fast bis nach Tirana zurückgedrängt. Erst mit der deutschen Invasion gegen Griechenland konnte Mussolini einen erfolgreichen Gegenangriff starten.
Da die Briten eine Luftschlacht um ihr Land ausfechten mussten, glaubte Mussolini, dass die schwachen Kolonialgarnisionen in Afrika schnell überrannt werden und auf keine britische Unterstützung zählen könnten, doch auch hier gelang es den zahlmäßig weit schwächeren Streitkräften des Commonwealth, nicht nur die Invasion abzuwehren, sondern auch alle italienischen Besitzungen in Ostafrika zu okkupieren. In Nordafrika starteten die Italiener von Libyen aus einen Angriff auf Ägypten. Doch obwohl sie ihre vorgeschobene Stellung zu befestigen und auszubauen versuchten, wurden sie bei der britischen Gegenoffensive zum Rückzug gezwungen und in Libyen vernichtend geschlagen.
Bereits im Laufe des Jahres 1941 verlor Mussolini den Großteil seiner Kolonialgebiete. Schon Ende 1940 versenkten britische Flugzeuge einen großen Teil der italienischen Mittelmeerflotte und brachen so die italienische Seeherrschaft. Mussolinis Konzept eines "Parallelkriegs" war damit gescheitert. Die deshalb zwangsläufig immer enger werdende Bindung an Deutschland, die Teilnahme am Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 und die Kriegserklärung an die USA im Dezember besiegelten die militärische Niederlage Italiens und auch das politische Schicksal des "Duce".
Nach der Landung der Alliierten auf Sizilien setzte der Faschistische Großrat Mussolini am 25. Juli 1943 mit einfachem Mehrheitsbeschluss ab. Mussolini wurde verhaftet und an wechselnden Orten interniert. Inzwischen verhandelte Marschall Pietro Badoglio mit den US-Amerikanern und schloss mit ihnen einen Waffenstillstand, der am 8. September öffentlich gemacht wurde.
Deutsche Truppen besetzten daraufhin Italien, befreiten Mussolini vom Gran Sasso in den Abruzzen und installierten unter seiner Führung das Marionettenregime der radikalfaschistischen Italienischen Sozialrepublik (Repubblica Sociale Italiana, auch: Republik von Salò).
Nach gescheiterten Verhandlungen mit den Partisanen versuchte Mussolini über die Schweiz nach Deutschland zu fliehen. Er wurde jedoch in Dongo am Comer See am 27. April 1945 von kommunistischen Widerstandskämpfern gefangen genommen und ohne Gerichtsverfahren zusammen mit seiner Geliebten Clara Petacci am 28. April 1945 in Giulino di Mezzegra erschossen. Die Leichen wurden danach geschändet und öffentlich an einer Tankstelle am Piazzale Loreto in Mailand kopfüber aufgehängt.
Bis heute existieren in Italien Theorien, dass Mussolini und seine Gefährten sterben "mussten", weil sie einen großen Teil des italienischen Staatsschatzes bei sich trugen (in Italien meist als oro di Dongo bezeichnet). Der größte Teil des Geldes sei in den folgenden Jahren in den Wiederaufbau der Kommunistischen Partei Italiens (PCI) geflossen. Der größte Teil der italienischen wie auch der internationalen Geschichtswissenschaft lehnt diese Darstellung jedoch ab.
Mussolini wurde kurze Zeit später beigesetzt, sein Leichnam wurde jedoch von Faschisten entführt und erst 1957 im Beisein seiner Witwe, Rachele Mussolini, in Predappio unter dem Liktorenbündel, dem Symbol seiner Machtperiode und des Faschismus, beigesetzt.
Literatur
- Richard J.B. Bosworth: The Italian dictatorship. Problems and perspectives in the interpretation of Mussolini and fascism. London u.a.: Arnold, 1998.
- Richard J.B. Bosworth: Mussolini. London u.a.: Arnold, 2002.
- Renzo De Felice: Mussolini, 8 Bde. Turin: Einaudi, 1965-1997.
- Brunello Mantelli: Kurze Geschichte des italienischen Faschismus. Berlin: Wagenbach, 1999.
- Ernst Nolte: Der Faschismus in seiner Epoche. Die Action francaise, der italienische Faschismus, der Nationalsozialismus. München: Piper, 1963. (zuletzt Neuausgabe 2000)
Siehe auch
- Giovinezza
- Faschismus
- Marsch auf Rom
Weblinks
- [http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/MussoliniBenito/index.html www.dhm.de/] LeMO-Biografie
- [http://derstandard.at/?url=/?id=882638 derstandard.at/] Die Slowenen und Kroaten unter Mussolini
Mussolini, Benito
Mussolini, Benito
Mussolini, Benito
Mussolini, Benito
Mussolini, Benito
Mussolini, Benito
ja:ベニート・ムッソリーニ
simple:Benito Mussolini
Sizilien
Sizilien (ital. Sicilia, früher Trinakria) ist die größte Insel im Mittelmeer (ital. Mediterraneo). Sie ist eine autonome Region Italiens und liegt südwestlich vor der „Stiefelspitze“ des italienischen Festlandes. Die Meerenge von etwa 5 km Breite heißt Straße von Messina (ital. Stretto di Messina). Im Mai 1946 erhielt die Insel Autonomiestatus.
Region und große Städte
Sizilien hat eine Fläche von 25.709 km² und 5,1 Millionen Einwohner, womit es etwas dichter besiedelt ist als der Schnitt Italiens. Ab etwa 750 v. Chr. als Teil „Großgriechenlands“ von der Kultur griechischer Siedler geprägt, hatte es auch längere Perioden unter der Herrschaft von Rom, der Goten, von Byzanz, der Araber, der Normannen, der Bourbonen und Spanier. Erst 1860 kam es zur Vereinigung Italiens, die mit Garibaldis Invasion in Sizilien begann.
Die Insel bildet nun mit den ihr vorgelagerten kleineren Inseln die Region Sizilien, deren Hauptstadt Palermo (686.722 Ew.) ist. Weitere wichtige Städte sind Catania (313.110 Ew.), Messina (252.026 Ew.), Syrakus (123.657 Ew.), Gela (72.774 Ew.), Trapani (68.346 Ew.), Caltanissetta (61.438 Ew.), Agrigento (54.619 Ew.), Ragusa (68.956 Ew.), Marsala (50.000 Ew.) und Enna (28.983 Ew.).
Die Insel gliedert sich in die neun Provinzen Agrigento, Caltanissetta, Catania, Enna, Messina, Palermo, Ragusa, Siracusa und Trapani.
Geografie
Vor der Nordküste liegen die äolischen oder liparischen Inseln (Isole Eolie) Lipari, Salina, Vulcano, Stromboli, Panarea, Filicudi und Alicudi, im Nordwesten die Insel Ustica. Die Westspitze wird von den ägadischen Inseln (Isole Egadi) Favignana, Marettimo und Levanzo gesäumt, während sich zwischen der Südküste und der Tunesischen Küste Pantelleria und die pelagischen Inseln (Isole Pelagie) mit Lampedusa, Lampione und Linosa befinden.
Linosa
Der höchste Berg Siziliens ist der Ätna (3.323 m), der größte und aktivste Vulkan Europas. Ein weiterer aktiver Vulkan ist Stromboli auf der gleichnamigen Insel nördlich von Messina.
Klima
Sizilien hat ein mediterranes Klima, mit warmem Frühling und Herbst, heißem Sommer und mildem Winter. Es gibt regional starke Schwankungen. Von Juni bis September regnet es sehr selten. Der November ist der regenreichste Monat. Die Temperaturen sind milder als im Landesinneren. Im Januar beträgt die mittelere Temperatur 11 °C, im Juli sind es 27 °C. Im Sommer kann es durch Winde (Scirocco) aus dem Süden zu Temperaturen bis zu 40 °C kommen. Trotz der Wärme gibt es auf Sizilien Wintersportgebiete zum Beispiel am Ätna.
Bevölkerung
Die Bevölkerungsmehrheit Siziliens spricht die sizilianische Variante des Italienischen, welche oft auch als eigene Sprache angesehen wird. Die Mehrheit der Bevölkerung gehört der römisch-katholischen Kirche an. Etwa zwei Millionen Sizilianer leben im Ausland.
Daneben gibt es einige Orte mit albanisch-stämmiger Bevölkerung, die sich Arbëresh nennt.
Wirtschaft, Verkehr
Landwirtschaft (Weizen, Mais, Oliven, Wein, Südfrüchte), industrielle Produkte, Autoindustrie, Tourismus.
Haupterwerbsquelle der Sizilianer ist die Landwirtschaft. Im hügeligen, wasserarmen Landesinneren wird diese extensiv in Form von Weidewirtschaft, Weizen- und Bohnenanbau betrieben.
An der Küste können durch die dort besser gewährleistete Bewässerung Zitrusfrüchte, Weinreben, Mandeln, Oliven und sogar Baumwolle angebaut werden, so dass die Herstellung von Wein und Olivenöl ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig Siziliens ist.
Die von Sizilien aus betriebene Küsten- und Hochseefischerei, die es besonders auf Thunfisch und Sardellen abgesehen hat, macht ein Viertel der gesamten italienischen Fischerei aus.
Daneben sind auch die Förderung von Stein- und Kalisalzen sowie von Marmor in Sizilien verbreitet. Der einst wichtige Schwefelbergbau (zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Insel so gut wie Weltmonopolist) ist in den 1980er Jahren vollständig zum Stillstand gekommen.
Neben diesen Zweigen des primären Wirtschaftssektors gibt es aber auch petrochemische Industrien im Osten der Inseln, in der Nähe von Catania, Syrakus, Ragusa und Gela.
Sizilien ist derzeit mit dem Festland über Fähren verbunden. Nach jahrzehntelanger Diskussion soll Il Ponte sullo stretto (die Brücke über die Meerenge) mit 3300 m Länge die bis dahin längste Hängebrücke der Welt werden. Ausgelegt ist sie für 140.000 Fahrzeuge auf sechs Fahrstreifen und 200 Züge auf zwei Gleisen pro Tag. Das Projekt ist wegen Erdbebengefahr, Einflussnahme der Mafia und Einwirkungen auf die Umwelt umstritten.
Strukturprobleme
Hohe Arbeitslosigkeit, Korruption, mangelnde Verkehrsinfrastrukur, Umweltschäden, Wasserknappheit, international tätiges Verbrechertum (Mafia, Cosa Nostra).
Geschichte
Cosa Nostra
Cosa Nostra
GRIECHEN UND KARTHAGER AUF SIZILIEN
Ab 735 v. Chr.: Die Ureinwohner hießen Sikaner und Sikuler und wanderten über die südliche Spitze Italiens nach Sizilien ein. Sie wurden durch Phöniker, Karthager und Griechen verdrängt. Letztere gründeten dort 735 v. Chr die erste Siedlung, Naxos. Weitere bedeutende, griechische Zentren waren Akragas, das heutige Agrigento, und Gela. Im Tal der Tempel in der Nähe von Agrigento sind zahlreiche griechische Bauwerke aus der Antike erhalten geblieben.
536 v. Chr. betraten die Karthager zum ersten mal die Insel. Karthago ist eine 814 v. Chr. von den Phöniziern gegründete Stadt, die im heutigen Tunesien lag. Die Karthager erbauten im Westen Siziliens die Städte Panormus (welches das heutige Palermo ist) Solois und Motya. Zwischen den Karthagern und den Griechen kam es zu zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen, um die Vorherrschaft auf der Insel.
SIZILIEN ALS RÖMISCHE PROVINZ
Ab 241 v. Chr.: Sizilien wird während des 1. Punischen Krieges zur römischen Provinz. Der Erste Punische Krieg war der erste der drei großen Kriege zwischen Karthago und dem Römischen Reich. Nur das griechische Territorium im Osten der Insel wird nicht von Rom eingenommen, dieses wird erst 212 v. Chr. nach dem 1. Makedonischen Krieg zwischen Rom und Makedonien mit der Einnahme des griechisch beherrschten Syrakus römisch. Sizilien ist die erste römische Provinz und wir zum Haupt-Kornlieferanten des römischen Reiches.
Die beiden Sklavenkriege (136-132 v. Chr. und 104-101 v. Chr.) gehören zu den wichtigsten Geschichtsereignissen in Sizilien während, der Herrschaft der Römer. Um sich von der Knechtschaft zu befreien erhoben sich die Sklaven gegen Ihre Herren und in beiden Kriegen erlangten Sie die Kontrolle über die Insel. Schließlich gewann jedoch Rom das Territorium zurück und nach dem ersten Sklavenaufstand wurden 2000 Sklaven gekreuzigt
VANDALEN UND GOTEN AUF SIZILIEN
Ab 440: In der Zeit der Völkerwanderung, ziehen germanische Völker durch ganz Europa. Eines dieser Volker sind die Vandalen, welche unter König Geiserich von Südspanien aus nach Nordafrika vordringen und die dortigen römischen Provinzen erobern. Auch Sizilien wird eingenommen. Später wurde die Insel an den Führer der Ostgoten, Theoderich, übergeben.
DIE EROBERUNG SIZILIENS DURCH BYZANZ
Ab 535: Eroberung der Insel durch Byzanz. Das Byzantinische Reich ist der östliche Teil des römischen Reiches, auch Ostrom genannt. Dieser verblieb nach dem durch die Völkerwanderung ausgelösten Falls des westlichen Teils, weiterhin erhalten. Unter der byzantischen Herrschaft wurde Sizilien zu einem zentralen Handelsplatz, auf dem besonders die Küstenstädte florierten.
ARABISCHE VORHERRSCHAFT AUF SIZILIEN
Ab 827: Schon in der Mitte des 8. Jh. leidet Sizilien wiederholt unter Plünderungen der Araber. Eine militärische Schwächeperiode von Byzanz in den Jahren von 821-823 begünstigt dann eine allgemeine arabische Eroberungswelle, welche auch Sizilien erfasst. Nach der dortigen Landung 827 fällt der westliche Teil rasch in arabische Hände. Den Byzantinern verblieb im äußersten Nordosten Siziliens das Festungsdreieck Taormina-Rometta-Demanna. Alle Versuche Sizilien zurückzuerobern scheiterten. Nach und nach fielen auch die letzten byzantischen Festungen in die Hände der Araber.
Als autonome provinz wurde das arabische Sizilien von Palermo aus regiert und erlebt eine Zeit hoher kultureller Blüte. Vom arabischen Spanien bis Ägypten kommen die Händler, um auf Sizilien ihre Waren zu verkaufen, die Rolle des zentralen Umschlagplatzes ist für die Insel sehr profitabel. Die muslimische Herrschaft dauert an bis zur normannischen Eroberung im späten 11. Jahrhundert. Im Jahre 1091 fällt mit der Stadt Noto der letzte muslimische Stützpunkt auf Sizilien.
DIE NORMANNEN UND DAS KÖNIGREICH SIZILIEN
Ab 1091: Die Normannen waren Germanen, deren Vorfahren über Dänemark nach Schweden und Norwegen kamen. Das Wort Normanne kann übersetzt werden mit Männer des Nordens. Um das Jahr 1000 kamen normannische Pilger auf der Heimreise von Jerusalem in die Normandie durch Süditalien. Dort halfen Sie der Bevölkerung sich gegen die Sarazenen zu wehren und erhielten das Angebot sich dort niederzulassen. Später erhielten Sie als Belohnung für Ihre Dienste eine Grafschaft und immer mehr Normannen kamen nach Süditalien. Sie eroberten Sizilien, welches unter muslimischer Herrschaft stand und vereinigen es unter Roger II mit Unteritalien zu dem Königreich beider Sizilien (Sizilien und das Königreich Neapel). Es folgt eine Reihe normannischer Könige, die mit König Willhelm dem II endet. Er war der letzte der normannischen Könige auf Sizilien und er verstarb ohne leiblichen Erben. Damit endete die normannische Dynastie und es begann die Dynastie der Staufer.
Staufer
DIE DYNASTIE DER STAUFER
Ab 1194: Da Willhelm der II keinen leiblichen Erben besaß, hatte vor seinem Tod Vorkehrungen zur Sicherung der Nachfolge getroffen. Er hatte Konstanze, Tochter König Rogers II. mit Heinrich dem VI., dem Sohn und Erben Friedrich Barbarsossas aus dem Geschlecht der Staufer verheiratet.
Die Familie der Staufer war ein mächtiges Kaisergeschlecht, dass aus Schwaben stammte und im 12/13. Jh. in Europa herrschte. Barbarossa war Römischer Kaiser, König der Deutschen und König von Italien, sowie König von Burgund, Herzog von Schwaben und Herzog von Franken.
Diese Regelung der sizilianischen Thronfolge erregte das Missfallen des Papstes, welcher den Kaiser aus Süditalien fernhalten wollte, um selbst Ansprüche geltend zu machen. Und auch ein Teil des sizilianischen Adels bekämpfte diese Vorgehensweise. Es kam zu einem Krieg um Sizilien, der von Kaiser Heinrich dem VI gewonnen wurde. Nach dem Tod Heinrichs VI und Konstanzes, seiner Frau, war ihr gemeinsamer Sohn Friedrich II noch minderjährig und Papst Innozenz III. übernahm die Regentschaft Siziliens, worauf es zu einer Zeit der Anarchie kam. Diese endete nachdem Friedrich II die Herrschaft übernahm und unter seiner Regierung spielte Sizilien eine wichtige Rolle in der Politik der 1. Hälfte es 13 Jh. Friedrich II stirbt im Jahre 1250 und hinterläßt seinem Sohn Konrad das Königreich.
Die Herrschaft der Staufer auf Sizilien fand ihr Ende als der Papst mit dem Grafen der Provence, Karl von Anjou ein Abkommen schließt. In dem darauf folgenden Krieg im Jahre 1266 nimmt Graf Anjou das Königreich Sizilien in Besitz.
DIE HERRSCHAFT VON ANJOU UND ARAGON
Ab 1266: Mit Unterstützung des Papstes übernimmt Karl I., Graf von Anjou und Bruder des französischen Königs Ludwig IX., die Kontrolle über das Königreich beider Sizilien.
Ab 1282: Im Jahre 1282 kommt es zur Revolte: Die Bürger Palermos erheben sich gegen die Unterdrückerherrschaft. Der Aufstand geht unter dem Namen Sizilianische Vesper in die Geschichte ein. Durch diese Revolte wird das Dynastengeschlecht Anjou aus Sizilien vertrieben, ihm verbleibt jedoch das Königreich Neapel.
Peter III, König von Aragon, der durch eine Heirat mit dem Hause Hohenstaufen verwandt war und an dessen Hof der sizilianische Adel, nach der Machtübernahme durch den Graf von Anjou, Zuflucht gesucht hatte, wird zum König von Sizilien gekrönt. Die begonnene Herrschaft Aragons setzt sich, nach einigen Auseinandersetzungen mit Anjou, auf Dauer durch.
Im Jahre 1504 ernennt sich der König von Sizilien auch zum König von Neapel, Spanien übt darauf für Jahrhunderte die Oberherrschaft über Sizilien aus. Es kommt in den Jahre 1647 und 1674 zu Antispanischen Erhebungen. (1647 in Palermo und 1674 in Messina).
1713 wird Sizilien wieder von Neapel getrennt und gerät aufgrund des Spanischen Erbfolgekrieges an Savoyen, welches nach nur sieben Jahren das Gebiet im Tausch gegen | | |